Die Farmbox


Die Farmbox ist keine kubistische Form der Landwirtschaft, sondern in Wahrheit eine Aquaponik-Demoanlage, die vor drei Jahren ihren Weg von Berlin über Bayern nach Wuppertal gefunden hat. Sie soll den Menschen im Quartier und in der Stadt eine Möglichkeit der effizienten und umweltverträglichen Nahrungsmittelproduktion in der Stadt nahe bringen, wie sie im Rahmen der Arrenbergfarm geplant ist. Seit 2018 steht die Farm auf dem Gelände der Utopiastadt und wird zusammen mit dem dortigen Verein betrieben.

Im Gegensatz zur reinen Aquakultur (Fischhaltung in Becken oder Teichen) und zur reinen Hydrokultur von Pflanzen (Unterglasanbau ohne Erde), verbindet diese Methode beide Verfahren mittels einer Nutzungskaskade miteinander. Dabei werden die Ausscheidungen der Fische durch einen Bakterienfilter pflanzenverfügbar gemacht und als Dünger für den Gemüseanbau genutzt. Während die Fische natürlich täglich gefüttert werden müssen, brauchen die Pflanzen, bei einem entsprechend abgestimmten Fisch-/Pflanzen-Verhältnis, kaum zusätzlichen Dünger.

Wir haben hier also eine Nahrungsmittelproduktion mit hoher Nährstoff- und Wassereffizienz und ohne negative Folgen für die natürliche Umwelt. Die benötigte Energie (Pumpen, ggf. Heizung) wird über eine Solaranlage selbst erzeugt und tagsüber in einen integrierten 4 kwh Speicher gespeist aus dem der Bedarf ganztägig entnommen werden kann. Mit nicht benötigter Energie können im Hochsommer E-Bikes geladen werden.

Im Fischbecken werden Tilapias (Buntbarsche) gehalten, eine bewährte und leckere Zuchtform für diese Anlagen. Und im ersten Stock wachsen Tomaten, Chilli, Salate, Basilikum, Physalis, Pfefferminze und Paprika auf schwimmenden Flössen.

Bei Fragen zur “Farm in the Box” ist unsere Mitarbeiterin Sophia Kahl gerne für euch da!