Die FarmBox

Eine Farm in einer Box?

Ganz genau, denn in dieser kleinen Anlage, bestehend aus Schiffscontainer mit aufgesetztem Gewächshaus, entstehen auf einer ungewöhnlichen und innovativen Weise verschiedene Lebensmittel. Mit Engagement und Herzblut wird sie in Wuppertal vom Aufbruch am Arrenberg betrieben, gehegt und gepflegt.

Die Box soll den Menschen im Quartier und in der Stadt eine Möglichkeit der effizienten und umweltverträglichen Nahrungsmittelproduktion in der Stadt nahe bringen, wie sie im Rahmen der Arrenberg Farm geplant ist.

Die hier stattfindende Produktion von Lebensmitteln basiert auf dem System der Aquaponik.

Aqua…was?

Die Kombination der Aufzucht von Pflanzen im Wasser (Hydroponik) mit der Zucht von Fischen im Wasser (Aquakultur) wird Aquaponik genannt. Durch einen gemeinsamen Wasserkreislauf miteinander verbunden, profitieren beide Teile voneinander.

Dabei werden die Ausscheidungen der Fische durch einen Bakterienfilter pflanzenverfügbar gemacht und als Dünger für den Gemüseanbau genutzt. Während die Fische natürlich täglich gefüttert werden müssen, brauchen die Pflanzen, bei einem entsprechend abgestimmten Fisch-/Pflanzen-Verhältnis, kaum zusätzlichen Dünger.
Wir haben hier also eine Nahrungsmittelproduktion mit hoher Nährstoff- und Wassereffizienz und ohne negative Folgen für die natürliche Umwelt.

Bezogen auf die Farmbox sieht das Ganze so aus:
Im unteren Container werden in einem Tank die Fische (bisher waren es afrikanische Buntbarsche) gezüchtet. Das Wasser wird durch den sich dort ebenfalls befindlichen Biofilter gegeben, umgewandelt und von dort in das Gewächshaus nach oben gepumpt. Hier wachsen Pflanzen auf schwimmenden Flössen in diesem Nährstoffwasser heran. Besonders gut wachsen hier Tomaten, Paprika, Chilis, Bohnen und Kräuter wie Basilikum.

Wie kommt man denn auf so eine Idee?!

Ganz im Sinne der Vision eines “Klimaquartiers” verkörpert die Farmbox das nachhaltige Gedankengut des Vereins und geht damit vor allem auf das Thema Ernährung ein. Denn so könnte in Zukunft eine nachhaltige, ressourcenschonende Lebensmittelproduktion in der Stadt aussehen. Durch die Kopplung an die Solaranlage auf dem Vordach der Box wird aber auch das Thema erneuerbarer Energien aufgegriffen und behandelt.

Wir sind allerdings nicht die ersten Verrückten, die diese Art der Lebensmittelproduktion ausprobieren und vorantreiben wollen.
2016 hat die Container-Anlage ihren Weg von Berlin über Bayern nach Wuppertal an den Arrenberg gefunden. Mit großem Andrang vieler Interessent*Innen stand sie zunächst auf dem Parkplatz vom akzenta Steinbeck. Seit 2018 befindet sich die Box auf dem Gelände der Utopiastadt in netter Gesellschaft weiterer Containerkonzepte auf der “Utopiastadt Campus Raumstation”, direkt gegenüber vom Café Hutmacher.

Kann man da noch mehr sehen?

Klar, schaut doch gerne mal vorbei! Die gesamte Fläche der Raumstation direkt an der Nordbahntrasse ist immer einen Besuch wert, vor allem bei gutem Wetter!

Für alle Neugierigen unter euch, hier ein paar Impressionen.
Die FarmBox im Wandel der Zeit:

2016/2017

Bilder aus der Wuppertaler Rundschau

2018

2019

2020

2021…Fortsetzung folgt

Mit goldigen Aussichten schauen wir in die Zukunft und freuen uns auf alles, was noch kommt!

Wen kann ich kontaktieren?

Bei Fragen zur “Farm in the Box” ist unsere Mitarbeiterin Sophia Kahl gerne für euch da!

Die Farmbox in der Öffentlichkeit:

2016-WZ: Eine Box als Appetizer für die große Farm

2016-ESO: Ausflug zur “Farm in the Box”

2016-Wuppertaler Rundschau: Fischzucht auf Parkplatz

Wuppertaler Rundschau: Das Klimaprojekt Arrenberg

Stiftung Neue Energie: AUF DEM WEG ZUM KLIMANEUTRALEN QUARTIER IN WUPPERTAL

2018-Wuppertals Urbane Gärten: 17. April – Das Projekt „Farmbox“ bei den Aktionswochen

2019-AufRuhr: Ein Stadtteil wird nachhaltig