Fischfutter mal anders!

Arrenberg Farm 15. Februar

Close the Loop – Ein neues Modul im Kreislauf:

Wir haben euch im Zuge des Projektes “Close the Loop” im letzten Jahr immer mal wieder unterschiedliche “Lebensmittelproduktionseinheiten” vorgestellt, die wir gerne als “Module des Kreislaufs” beschreiben. Dieser Kreislaufgedanke bildet die Basis unserer Konzeption der Arrenberg-Farm.

Die Aquakultur, eine Art “Unterwasser-Farm” zur Fischzucht, bildet bspw. ein solches Modul, sie ist allerdings u.a. durch die Zusammensetzung des bisherigen Fischfutters immer wieder in der Kritik und negativ behaftet.

Die Aquakultur ist mit Steigerungsraten von durchschnittlich neun Prozent seit 1970 der am schnellsten wachsende Zweig in der globalen Ernährungswirtschaft. Rund 50 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte werden inzwischen in Süßwasser- und Meereszuchten erzeugt. Das entspricht fast der Hälfte des weltweit konsumierten Speisefisches.

https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/nachhaltige-fischerei/aquakulturen (abgerufen am 12.02.2021)

Die steigende Anfrage nach Fisch lässt auch den Bedarf an Fischfutter wachsen und stellt eine zusätzliche Gefahr für die überfischten Bestände dar. Wildfischfang und Futter aus Fischmehl und Fischöl, welche ebenfalls aus der Fischerei auf wild lebende Bestände stammen, tragen zu einer Überfischung der Meere bei.

Wenn wir aber überlegen, was der Fisch in der Natur sonst noch als lebendiges Futtermittel zur Verfügung hat, kommen wir schnell auf eine weitere Futterquelle: Plankton.

https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/1723-rtkl-tierlexikon-plankton#:~:text=Was%20frisst%20Plankton%3F,Licht%20wie%20andere%20Pflanzen%20auch.

Plankton ist die “Bezeichnung für die Gesamtheit der Organismen, die im freien Wasser („schwebend“, ohne oder mit geringer Eigenbewegung)[1] leben und deren Schwimmrichtung von den Wasserströmungen vorgegeben wird.” (wikipedia) V.a. Phyto- und Zooplankton sind für uns von Interesse.

Zooplankton, also die tierischen Vertreter dieser Art, ernähren sich von anderen Lebewesen. Phytoplankton, die pflanzliche Version, betreibt Photosynthese. Es bildet also Nährstoffe aus Wasser und Licht wie andere Pflanzen auch.

geo.de (abgerufen am 12.02.2021)

Da Plankton als Nahrungsquelle für Fische in der Natur eine wesentliche Rolle spielt, entstand der Wunsch, diese ursprüngliche und natürliche Möglichkeit mit aufzunehmen. Die Zucht dieser Kleinstlebewesen als natürliches Lebendfuttermittel bildet ein weiteres Modul in unserer Kreislaufkette, welches ebenfalls zum Teil aus den sekundären Rohstoffen der Anlage gespeist wird. Damit schließt sich der Kreis und es werden keine externen Rohstoffe mehr für die Futterproduktion benötigt. Die so genannte „Futterstufe“ der Aquaponik-Anlage wird derzeit gründlich von unserem Partner der Aquaponik Manufaktur unter die Lupe genommen.

Das Titelbild stammt aus einem Beitrag des Deutschlandfunks und zeigt Kieselalgen unter dem Lichtmikroskop. (Alfred-Wegener-Institut, Friedrich Hustedt)

Weitere Infos zu Aquakulturen gibt es bspw. beim WWF.

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Das Projekt

Heiner Petersen

Interessanter Ansatz, da die Diatoms auch schon bei der Abwasserreinigung eingesetzt werden:
https://forum.susana.org/217-algae-for-wastewater-treatment-or-as-high-quality-products/17317-nualgi-diatom-algae-case-study-of-use-in-an-underground-membrane-bioreactor-sewage-treatment-plant-for-1200-apartments-in-bangalore-india

Zum Bild: ich glaube es zeigt Wasserflöhe und kein Kieselalge….

LG Heiner

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