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Essbarer Arrenberg - 28. August

Tierwohl statt Agrarindustrie – Die Hühneraktie geht in die 2. Runde

Update:
Die Junghennen sind am Hof zur Hellen eingetroffen und haben ihr neues Domizil bezogen. Diesmal haben ist es eine etwas buntere Herde, also wirklich Coffee and Cream (so der Name der Züchtung. Coffee für die braunen Hühner und Cream für die weißen Hühner).
Da die Hühner bereits drei Wochen älter sind als erwartet, haben sie schon unmittelbar nach ihrer Ankunft mit dem Eierlegen begonnen. Das heißt wir können schon in KW 39 die erste Eierdividende ausliefern bzw. für die Abholung am Hof und am Arrenberg bereitstellen. Die erste Abholung ist dann jeweils ab Donnerstag, 30.09. möglich!!!



Mit dem Essbaren Arrenberg unterstützen wir ein Projekt vom Hof zu Hellen im Windrather Tal: die Hühneraktie. Mit dem Kauf einer Aktie investiert ihr in euer eigenes Bio-Huhn, das in einem Mobilstall auf einer Weide aufwachsen kann. Als „Rendite“ gibt es 17 Monate lang fünf Eier, frisch an den Arrenberg geliefert. Es gibt aber nicht nur Eier: der Hof zur Hellen betreibt eine Zweinutzungshühnerhaltung und zieht neben den Hennen auch die Bruderhähne auf, statt sie als Eintagsküken zu entsorgen. Je nach dem, welche Aktie ihr kauft, könnte ihr also auch ein Brathähnchen und am Ende auch ein Suppenhuhn bekommen. Und alles vom Bauernhof „um die Ecke“ und in Demeter-Bioqualität.

Die Hühneraktie ist nicht nur eine bequeme Investition in gute Lebensmittel. Ihr unterstützt damit auch eine Form der Landwirtschaft, die unabhängig ist von der Agrarindustrie. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt in einem ausführlichen Dossier, die Auswüchse der Hähnchen-Industrie in Deutschland: "Die Deutschen lieben Hühnchen. Was kaum einer weiß: Über den Fleischmarkt herrscht vor allem ein Konzern. Von einem ausbeuterischen System, unter dem nicht nur die Tiere leiden.... Die PHW-Gruppe hat es geschafft, nahezu im Verborgenen jeden einzelnen Schritt von der Zucht bis zur Schlachtung der Hühner unter ihre Kontrolle zu bringen und nach eigenen Vorstellungen zu formen." (https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/gesellschaft/fleischindustrie-fressen-und-gefressen-werden-e943907 hinter eine Paywall)

Ein Geheimnis hinter dem Erfolg der Marken Wiesenhof oder Bruzzler sind die hochgezüchteten Rassen der Masthähnchen. „Die Milliarden Hühner, die jährlich geschlachtet werden, stammen alle aus einem aberwitzig kleinen Genpool.“ Die Tiere sind darauf gezüchtet bei wenig Futter viel Fleisch anzusetzen, aber gleichzeitig sind sie immer anfälliger für Krankheiten. Dagegen versuchen unabhängige Züchter wie die gemeinnützige „Ökologische Tierzucht“ alte, regionale Rassen so zu kreuzen, dass Zweinutzungshühner-Rassen entstehen, die Eier legen und im natürlichen Tempo wachsen. Solche Hennen und Hähne werden bei der Hühneraktie gekauft.

Wollt Ihr dabei sein und auch eine Hühneraktie erwerben? Noch bis Ende September könnt Ihr Euch an der Hühnerherde beteiligen. Mehr Infos unter https://www.hofzurhellen.de/live/NOINDEX/hof-zur-hellen-huehneraktie.aspx

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