NATALY HAHN – FIKTIONEN IM RAUM

20. Oktober

Kunstraum Eckart

Simonsstr. 27/ Ecke Senefelder Str., 42117 Wuppertal

18.10. bis 5.11.2020

Öffnungszeiten: MI und DO von 16-18 Uhr

Es gelten die für NRW üblichen aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen.

Zu den aktuellen Arbeiten von Nataly Hahn:

In der Ausstellung „Fiktionen im Raum“ geht es um das Erfahren und Erschaffen einer eigenen Wirklichkeit, von abstrakten malerischen Fiktionen, die auf die Absurdität des Lebens hinweisen. 

Es geht hierbei zum einen um Aspekte wie Freiheit, Selbstbestimmung und Erkenntnis in einer komplexen Welt voller Gegensätze und zum anderen um das Zusammentreffen dieser Energien und Kräfte, um Widerstände in der eigenen künstlerischen Auseinandersetzung. 

Die Bilder der Ausstellung zeigen diese künstlerische Auseinandersetzung in fiktiven Welten, in dem das Ringen um Befreiung und Auflösung sichtbar wird. Es ist die malerische konzentrierte Geste in Schwarz, die den Raum bestimmt und dort agiert, mal kraftvoll, mal dynamisch motiviert, mal kompakt, mal auflösend.  Für einen Moment ist die Geste Ausdruck und Deutung zugleich und es materialisiert sich die eigene Fiktion auf der Leinwand. Eine Befreiung durch die eigene Kunst scheint möglich. 

Dabei bezieht die Künstlerin weitergehende Impulse aus dem antiken Mythos von Sisyphos auf ihr künstlerisches Schaffen. Es ist zum einen die tragische und absurde Figur eines antiken Helden, was denkt und fühlt er in einer von außen betrachtet, ausweglos erscheinenden Lage. Macht das was er tut noch Sinn? Findet er gar sein Glück? 

Thematisch birgt diese Geschichte ganz unterschiedliche Perspektiven und Interpretationen. Für die künstlerische Auseinandersetzung, einer gestischen Malerin wie Nataly Hahn, sind vor allem die Energien interessant, die zur Befreiung im Innen und Außen führen. Für ihre Malerei bedeutet dies, dass das Konzept, die geistigen Impulse dabei genauso relevant sind, wie die intuitive Energie, die durch die physische Umsetzung in der Geste erfolgt. Durch die Verbindung von „Kopf“ und „Bauch“ besteht demnach die Möglichkeit die Gegensätzlichkeit zu bündeln, um zu einer eigenen Freiheit in der Kunst zu gelangen. 

Fiktive Gedanken und Gefühle werden so als Ganzes in der Geste zusammengefasst, um letztendlich auf der Leinwand zu materialisieren.  Die eigene künstlerische Wirklichkeit wird im Raum durch die eigenen Fiktionen real.

Das eigene künstlerische Schaffen wird hier als Methode gesehen, das Leben zu verstehen und zu durchdringen. Es ist auch eine Suche nach Verbindung in einer von Gegensätzen geprägten Welt.

Nataly Hahn hierzu: „In meiner Malerei kann ich den unterschiedlichen Aspekten nachgehen und ihren Energien nachspüren, dabei ist es äußerst spannend, die verschiedenen Standpunkte herauszuarbeiten, aber auch bewusst Perspektivenwechsel vorzunehmen. Um schließlich fiktive Gedanken und Gefühle, als Ganzes in der Geste zusammengefasst, auf der Leinwand materialisieren zu lassen.“