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Arrenberg Farm

Stadt Wuppertal / unsplash / S.Kahl

Neues von der Arrenberg Farm

Unser Ziel: Eine urbane Farm

Das Projekt der Arrenberg-Farm, eine moderne, kreislaufbasierte Lebensmittelproduktionsanlage mitten in Wuppertal zu realisieren, soll in der Zukunft ein Stück dazu beitragen, die Ressource Wasser zu sparen und gleichzeitig die Talbewohner mit frischen und gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Ganz nach dem Motto „close the loop – new urban food“ wird ein kreislaufbasiertes Modell der Lebensmittelproduktion angestrebt, um so effizient und schonend wie möglich mit kostbaren Ressourcen umzugehen.

Bis Ende 2021 haben wir nun die Möglichkeit, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen, die Machbarkeitsstudie einer urbanen Farmanlage zu entwickeln.

Gerne findet diese Farm ihren Platz an der Bahnbrache, an der wir alle sie immer haben sehen wollen. Da diese Fläche jedoch in den letzten zwei Jahren auch von der Bahn selber in Planungen involviert wurde, bleibt vorerst ungewiss, ob das realisierbar ist. Daher werden auch andere Flächen und Gebäudetypen in Betracht gezogen. Wir halten euch hier stets auf dem Laufenden. Ladet euch auch die PDF mit allen Informationen zur Farm runter (findet ihr unten). Falls ihr Fragen habt, wendet euch jederzeit gerne an Sophia.

Das Konzept “Close the Loop”

Auf der Basis von biologisch verwertbaren Sekundärrohstoffen, Wasser und Energie wird der Produktionskreislauf gestartet, und über eine Insektenzucht die Verbindung zu Fischen und Pflanzen geschaffen. Durch die Ergänzung möglicher Module wie der Zucht von Krustentieren kann der Kreislauf erweitert werden. Die am Ende anfallende Grünabfälle, können zum Anfang zurückgeführt werden und vervollständigen schließlich den Kreislauf: close the loop!
Das Konzept folgt 2 Prämissen: Aus jedem Produktionsschritt sollen sich sowohl Beiträge für die menschliche Nahrungskette als auch Ausgangsstoffe für den jeweils nächsten Produktionsschritt ableiten lassen.

Um so nachhaltig wie möglich zu Produzieren soll innerhalb der kreislaufbasierten Anlage jeder Produktionsschritt und jeder einkommende und ausgehende Stoff so effizient und ressorucenschonend wie möglich genutzt werden. Um die Idee der Re-, Parallel- und Mehrfachnutzung von Ausgangsstoffen konsequent weiterzudenken, wird auf der Basis von biologisch verwertbaren Sekundärrohstoffen, Wasser und Energie der Produktionskreislauf gestartet und damit kostbare Ressourcen in einen neuen Kontext gesetzt.

Die Innovation im Kontext “Circular City”

Um zur Klimaneutralität beizutragen, bestehende Logistikketten aufzubrechen und für Konsumenten erreichbar zu sein, wird mit der urbanen Farm der Ort der Produktion so nah wie möglich an den Ort des Konsums gebracht.
Dies ermöglicht und erfordert gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Gastronomien, Resellern und verarbeitenden Gewerben sowie zirkulär gedachte Stoffströme und Logistikprozesse, die alle Teilnehmenden und Verbraucher*innen untereinander verknüpfen.

Bisherige lineare Stoffströme vom Land in die Stadt werden überflüssig. Die Produktionskreisläufe urbaner Farmen dienen als Motoren, um einen zyklischen Fluss von Rohstoffen zwischen Stadt und Land anzutreiben.

New Urban Food

Eine breite Produktpalette und die lokale Produktion von new urban food treffen den Nerv der Zeit. Mega-Trends der Neo-Ökologie wie die Slow-Culture, Urban Farming, Zero-Waste oder der Bio-Boom sind mehr als zeitlich begrenzte Strömungen und formen einen rapiden Wandel hin zu einer wachsenden Circular Economy.

New urban food verbindet globale Trendentwicklungen und denkt sie konsequent weiter. Urbane Produktion ist die logische Fortsetzung des Regionaltrends hin zur aufkommenden buy-local Bewegung. Durch die Kopplung dieser Trends mit einem zirkulären Verfahren verbessert sich die Ökobilanz städtischer Strukturen. Kurze und dynamische Lieferketten sind dabei nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern erhöhen die systemische Resilienz und bewahren den Nährstoffgehalt der Produkte. Dies stärkt das Vertrauen der Konsumenten und bindet Kaufkraft in der Region. Mehr zum Thema Megatrends des Zukunftsinstituts.

Unter dem Forschungsprojekt mit dem Titel CLOSE THE LOOP – new urban food soll ein ganzheitliches, erweitertes Konzept eines Produktionskreislaufs entstehen, das gleichermaßen auf ökologischer, ökonomischer sowie sozialer Ebene für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Stadt sorgt.

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Wissen sichtbar machen

Gesammeltes Wissen und gewonnene Erkenntnisse werden aufbereitet und sowohl intern als auch extern verschiedentlich zugänglich gemacht. Dies gewährleistet einen breiten Austausch von Expertise und die Einbindung vielfältiger Akteure.

Das Ziel 2021: Eine Blaupause

Die aufgebaute Wissensarchitektur sowie entwickelte Simulationstools, CI- und ökonomische Kriterien werden in einer Blaupause zusammengefasst. Diese Machbarkeitsstudie dient im Anschluss an das Projekt zur Skalierung des Konzeptes innerhalb der Region und darüber hinaus.

Eine ausführlichere Zusammenfassung des Projektes close the loop findet hier zum downloaden:

Das Team

Unsere Kooperationspartner