Lasst uns verlorengehendes Wissen retten!
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Gesucht sind Publikationen, auch private Unterlagen, und Fotos aus der alten und jüngeren Vergangenheit bis zur Gegenwart des Arrenberger Quartiers.
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Aktuelles zum Wissenden Arrenberg
Projektnews
Historischer Fund am Arrenberg
Vom Speicher ins Museum: Wir helfen, die Welt zu sortieren.
Manchmal scheint unser Quartier ein Dorf zu sein. Zugleich war dieses, seitdem Elberfeld einst zur Weltstadt wurde, mit dem ganzen Land und mit fernen Regionen verbunden. In Kellern und auf Speichern…
Manchmal scheint unser Quartier ein Dorf zu sein. Zugleich war dieses, seitdem Elberfeld einst zur Weltstadt wurde, mit dem ganzen Land und mit fernen Regionen verbunden. In Kellern und auf Speichern lassen sich immer noch letzte Zeugnisse davon finden, die zum Glück nicht einfach "aufgeräumt" und weggeworfen wurden.
Bevor Ewald Weidner – am Arrenberg geboren; Lebensdaten unbekannt – im Jahr 1910 ein Amt in der Wasserbauabteilung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten in Berlin antrat, war er Regierungsbaumeister in Schwedt. Sein naher Verwandter Dr. Karl Weidner – Mathematiker und Astrologe – blieb am Arrenberg wohnen, bis er 1959 starb. Auf seinem Speicher in der Pestalozzistraße 3 blieb eine Schachtel mit Akten zurück, die den Ausbau der unteren Oder von 1907 bis 1909 betrafen und offenbar aus dem Besitz von Ewald Weidner kamen. Sie beinhalten Dokumente und seltene "Gisaldrucke" von Plänen zu Flussbaumaßnahmen zur Schiffbarmachung der Oder und zur Regulierung der Hochwasser. Obwohl sie nicht ganz vollständig sind, stellen die beiden umfangreichen Mappen ein hochinteressantes Zeugnis zum Wasserbau im Deutschen Reich dar.
Aufmerksame Nachbarn hatten die Mappen 1975 gefunden und aufbewahrt; sie übergaben den Fund – selbst schon seit Jahrzehnten anderswo wohnend – an das Quartiersarchiv im "Aufbruch am Arrenberg". Wir ordneten das Konvolut, recherchierten die Zusammenhänge, fanden Einträge zur Familie Weidner und kuriose Details zu Dr. Karl Weidner (er fertigte unter anderem wichtige Erstübersetzungen von Schriften des Propheten Nostradamus – am Arrenberg!). Und schließlich fanden wir den richtigen Ort für die Mappen: Das Stadtmuseum und Stadtarchiv von Schwedt an der Oder freut sich sehr über den Fund, wird ihn fachgerecht aufbewahren, wissenschaftlich auswerten und vielleicht einmal ausstellen …
Die Nebenkosten kann die Stadt Schwedt leider nicht übernehmen, doch für genau solche Belange haben wir die Kasse des "Bücherberg", des viermal jährlich stattfindenden Bücherrummels am Arrenberg (nächster Termin am 16. 1. 2027)!
Dies war nicht der erste und einzige historisch wertvolle Fund im Quartier (später mehr davon) – und hoffentlich nicht der letzte. Wenn Sie selbst noch Schriften, Fotos, seltsame Dinge haben, dann sprechen Sie gern mit uns, selbst wenn die Objekte "normal" und wertlos scheinen oder auf den ersten Blick gar nicht zum Arrenberg gehören. Wir kümmern uns gerne darum, mehr herauszufinden.
Projekt-Chronik
Was bisher geschah beim Wissenden Arrenberg
Veranstaltung
Sonntag, 27. September Auf den Spuren des »Armenberg«
Eine Führung der VHS durch den Arrenberg zu den Anfängen der modernen Armenfürsorge in Elberfeld.
Treffpunkt: Trinitatiskirche, Beitrag: 5 €.
Mehr Infos unter https://www.wuppertal-live.de/?654958
Veranstaltung
Donnerstag, 6. August Vortrag der QUGA am Arrenberg
"Die Königshöhe gestern, heute, morgen …" – Dr. Antonia Dinnebier erzählt
Die Landschaftsplanerin und Expertin für grüne Stadträume Dr. Antonia Dinnebier zeigt uns ihren bebilderten Vortrag über die Königshöhe in der Vergangenheit, der Gegenwart – und Zukunft. Als in der Gr…
Die Landschaftsplanerin und Expertin für grüne Stadträume Dr. Antonia Dinnebier zeigt uns ihren bebilderten Vortrag über die Königshöhe in der Vergangenheit, der Gegenwart – und Zukunft. Als in der Gründerzeit künstlich angelegter Landschaftsgarten bietet der heute in die Jahre gekommene Stadtwald viele versteckte kulturelle Schätze in Form von Gedenk- und Namenssteinen, die an Menschen erinnern, in deren Leben die Kunst eine zentrale Rolle spielte. So wird die Königshöhe zu einer Art Kunstgalerie, die in private Sammlungen und ins Von der Heydt-Museum weist. Im Gespräch ist der Kunstwald derzeit vor allem durch den geplanten Einbezug in die BUGA-Planung – und durch die mit dem Klimawandel verbundenen Fragen nach der Zukunft unserer stadtnahen Waldflächen.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der QUGA 2026, deren Info-Bauwagen auf dem Gutenbergplatz Informationstafeln über den Weg zwischen Königs- und Kaiserhöhe bietet. – Der Vortrag findet nicht am Wagen, sondern im Aufbruch am Arrenberg statt!
Veranstaltung
Donnerstag, 16. Juli Verschoben auf 6. 8.! Vortrag QUGA
"Die Königshöhe gestern, heute, morgen …" Neuer Termin: Do., 6. 8., 19 Uhr
Die Landschaftsplanerin und Expertin für grüne Stadträume Dr. Antonia Dinnebier zeigt uns ihren bebilderten Vortrag über die Königshöhe in der Vergangenheit, der Gegenwart – und Zukunft. Als in der Gr…
Die Landschaftsplanerin und Expertin für grüne Stadträume Dr. Antonia Dinnebier zeigt uns ihren bebilderten Vortrag über die Königshöhe in der Vergangenheit, der Gegenwart – und Zukunft. Als in der Gründerzeit künstlich angelegter Landschaftsgarten bietet der heute in die Jahre gekommene Stadtwald viele versteckte kulturelle Schätze in Form von Gedenk- und Namenssteinen, die an Menschen erinnern, in deren Leben die Kunst eine zentrale Rolle spielte. So wird die Königshöhe zu einer Art Kunstgalerie, die in private Sammlungen und ins Von der Heydt-Museum weist. Im Gespräch ist der Kunstwald derzeit vor allem durch den geplanten Einbezug in die BUGA-Planung – und durch die mit dem Klimawandel verbundenen Fragen nach der Zukunft unserer stadtnahen Waldflächen.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der QUGA 2026, deren Info-Bauwagen auf dem Gutenbergplatz Informationstafeln über den Weg zwischen Königs- und Kaiserhöhe bietet. – Der Vortrag findet nicht am Wagen, sondern im Aufbruch am Arrenberg statt!
Veranstaltung
Freitag, 25. September Der Arrenberg in der NS-Zeit
Stadtführung: VHS-Stadtrundgang mit dem Historiker Stephan Stracke
Der Arrenberg in der NS-Zeit Neuer Termin für den Stadtrundgang! 25. September 2026 17:00 Uhr (Der 26. Juni fällt aus) Treffpunkt: Schwebebahnstation Pestalozzistraße Auch der Arrenberg war vor 1933…
Der Arrenberg in der NS-Zeit
Neuer Termin für den Stadtrundgang!
25. September 2026 17:00 Uhr (Der 26. Juni fällt aus)
Treffpunkt: Schwebebahnstation Pestalozzistraße
Auch der Arrenberg war vor 1933 umkämpftes Gebiet. Auf der einen Seite waren starke Kräfte der KPD und SPD, auf der anderen Seite hatte die SA sehr früh Stützpunkte im Stadtteil.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten starben allein im ersten Halbjahr 1933 drei Arrenberger Antifaschisten, Friedrich Born (Simonstr. 69) und Paul Reuber (Baumstr. 12) wurden von der SA getötet. Wolfram Custin (Simonstraße 49) war am 26. Juni 1933, heute vor 93 Jahren, vor der SA aufs Dach geflüchtet und abgestürzt. Im ehemaligen Waisenhaus an der Arrenberger Straße wurden im Herbst 1933 Häftlinge aus dem KZ Kemna inhaftiert.
1942 wagten Widerstandskämpfer*innen vom Arrenberg um die Familie Kaps noch mal einen Versuch, in der sogenannten Knöchel-Gruppe tragfähige Widerstandstrukturen in Westdeutschland und im Reichsgebiet zu organisieren. Anfang 1943 begann die Gestapo dann, die Knöchel-Organisation zu zerschlagen. Über 200 Personen wurden verhaftet und schwer misshandelt, unter ihnen waren 50 Personen aus Wuppertal.
23 Menschen wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet, verstarben in der Untersuchungshaft an Misshandlungen oder wurden in den Selbstmord getrieben. Der historischen Stadtrundgang führt an die Orte des Geschehens.
Zeitlebens frage ich mich, wie die großartige Reformstimmung der 1920er Jahre in diese Katastrophe führen konnte. Diesen Termin will ich mir nicht entgehen lassen – er soll dabei helfen, das Ganze aus der Nähe besser zu verstehen!
Keine Anmeldung erforderlich, Gebühr 5 € bar vor Ort. Mehr Infos: http://www.bergische-vhs.de/index.php?id=136&kathaupt=11&knr=262W104027;
SY
30.06.2026 23:14Ist eine Anmeldung erforderlich?
Aufbruch
01.07.2026 15:26Es ist eine Veranstaltung der VHS; man sollte sich anmelden (über www.bvhs.de). Aber ich glaube, dass es im Notfall auch so geht.