Lasst uns verlorengehendes Wissen retten!

Der Wissende Arrenberg

Letzte Änderung: 23.06.2026

Der Wissende Arrenberg

Ein Arrenberger Quartiersarchiv

Die Stadt Wuppertal wurde im Jahr 1929 vom Schreibtisch aus zusammen­gefügt und ist seither um eine ganzheit­liche Erzählung bemüht. Die alten Wupperstädte waren jedoch in ihrer reichhaltigen und sehr lebhaften Geschichte so verschieden, dass man die Unterschiede auch in den heutigen Stadtteilen noch spürt. Vereint sind sie alle in einer Großstadt der Innovationen und des stetigen Wandels.

In der individuellen Beschreibung der Bezirke kamen viele Stadtviertel schon früher zu kurz. Die Archive der Stadt verloren im Weltkrieg wichtige Bestände. Ferner ließ der stete Zu- und Fortzug der Einwohner:innen – vorwiegend der Arbeiter­familien – viel privates Wissen verloren gehen. Der Struktur­wandel seit der Nach­kriegs­zeit beförderte die Eigenart, sich lieber zu vergessen.

Das Arrenberger Quartiers­archiv wirft vor Ort einen selbst­ständig organisierten Anker. Es möchte auffangen und mit dem Fokus aufs eigene Quartier auswerten, was den anderen und städtischen Archiven vielleicht durch die Lappen geht. Es sieht sich nicht von der Stadt getrennt, sondern übernimmt ehrenamt­lich Aufgaben für den großen, gemeinsamen Wissens­fundus.

Vom Gestern zum Heute

Das heute sichtbare Quartier Arrenberg entstand auf der grünen Wiese rund um Fabriken und alte Höfe herum, nachdem die expandie­rende Stadt Elberfeld bereits Einrichtungen des Gemeinwohls auf den Hang platziert hatte. Am Wupper­bogen spielte sich bedeutende Industrie­geschichte ab, deren Spuren nur noch Eingeweihte deuten können. Der »wissende Arrenberg« möchte die vielschichtige Vergangenheit an die lebendige Gegenwart anbinden und mithelfen, dass die heutigen Bewohner und im Quartier Tätigen ein runderes Bild von ihrem Stadtteil bekommen – weit über ein Stadtmarketing hinaus.

Das Archiv sammelt Material aus den Haushalten des Viertels, rettet es vor der Entsorgung und wertet es aus. Gesucht sind Publika­tionen aller Art und auch private Unterlagen und Fotos aus der Vergangen­heit bis zur Gegenwart. Ein weiter­gehendes Ziel ist die Erstellung einer interaktiven Wissens­datenbank und Zeitkarte des Viertels als modellhafte »Dokumentation des Wandels«. Gewünscht ist auch eine Einbindung der Neu-Arren­berger:innen, denn wer den Ort des Wohnens besser kennt, gibt ihm bereits etwas zurück. Das Archiv ist kein staubiger Ort, sondern ein lebendiger Teil des Lebens.

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Gesucht sind Publikationen, auch private Unterlagen, und Fotos aus der alten und jüngeren Vergangenheit bis zur Gegenwart des Arrenberger Quartiers.

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